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Updated: Oct 9, 2021

Wir waren gerade auf unserem "Versuchslauf" auf dem Weg Richtung Florida. Mit unseren Apps, die Tipps geben wo man gut übernachten kann, haben wir einen ansprechenden Ort gefunden auf Jekyll Island, eine kleine Insel kurz vor der Grenze Georgia-Florida. Endlich wieder am Meer (aus meiner Perspektive)!

Wir sind um 19.30h angekommen und ich wollte gerne einen Spaziergang am Strand machen. Da wir immer weiter Richtung Süden gefahren waren, war es natürlich immer heisser geworden und die Luftfeuchtigkeit war immer bei ungefähr 80%. Ihr könnt euch ja vorstellen, was Kevin für einen Spass hatte.

Jedenfalls hat Kevin entschieden, mich beim Spaziergang zu begleiten, und so sind wir bald an der Sandgrenze angekommen und barfuss weiterspaziert.



Schon nach wenigen Minuten wurden wir allerdings, trotz extra noch aufgetragenem Mückenschutz, aufgefressen von den lästigen Biestern. Auch ganz kleine, fiese Dinger die in Schwärmen auf uns losstürmten, machten uns den Spaziergang schwer. So sind wir dann auch bald wieder umgekehrt und die Stimmung war im Eimer.

Zurück beim Camper, haben wir erst mal den Generator gestartet um uns mit der Klimaanlage runterzukühlen. Dummerweise habe ich eine Fehlüberlegung gemacht und den Inverter (ein Gerät um 12v Strom in 110v Strom umzuwandeln) zusätzlich eingeschaltet, was nach wenigen Sekunden zu einem Alarm im Camper und einem rauchenden Batteriefach führte. Nachdem dann auch noch Funken aus dem Inverter sprühten, waren auch meine Nerven am Ende!

So beschlossen wir, nachdem wir uns so gut wie möglich abgesichert hatten dass nichts mehr passieren konnte, zu schlafen um uns am nächsten Tag voller Tatendrang an die Lösung unserer Probleme zu machen. Natürlich waren die Mini-Mücken klein genug, um durch unsere Mückennetze zu schlüpfen und uns beim Einschlafen zu nerven.

Als dann um 23.30h auch noch ein Inselwächter an unsere Tür klopfte und uns mitteilte, dass wir nicht auf der Insel übernachten dürfen wenn wir nicht Bewohner oder auf einem Campingplatz sind, rissen alle Stricke. Wir packten alles zusammen, verabschiedeten uns vom düppigen Süden und düsten für die nächsten 3,5 Stunden Richtung Norden, wo wir dann auf einer akzeptablen Raststätte ein paar Stunden mückenfreie Ruhe fanden... bis dann am nächsten Morgen im Camper Wasser von der Decke tropfte!


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Original in Italienisch von Gio Evan


Reise

Da du sonst rassistisch wirst

Und am Ende glaubst dass deine Hautfarbe die einzig richtige ist

Dass deine Sprache die romantischste ist

Dass du der erste warst im Erster sein.


Reise

Denn wenn du nicht reist werden deine Gedanken nicht gestärkt

Dann lassen sie sich nicht mit Ideen füllen.

Träume werden mit zerbrechlichen Beinen geboren,

Und dann glaubst du an Fernseher

Und an diejenigen, die Feinde erfinden die perfekt zu deinen Albträumen passen

Um dich in Angst und Schrecken leben zu lassen

Ohne dich zu grüssen

Ohne Danke

Ohne Bitte

Ohne sich zu zeigen


Reise

Denn Reisen lehrt, allen guten Morgen zu wünschen

Egal von welcher Sonne wir kommen

Denn Reisen lehrt, allen gute Nacht zu wünschen

Ungeachtet der Dunkelheit, die wir in uns tragen.


Reise

Denn Reisen lehrt dich zu widerstehen, nicht abhängig zu werden

Andere nicht nur so zu akzeptieren wie sie sind,

Sondern auch dafür, wie sie nie sein werden.

Um zu wissen, wozu wir fähig sind,

Um sich Teil einer Familie zu fühlen

Jenseits der Grenzen, jenseits der Schranken,

Jenseits von Traditionen und Kultur.


Reisen lehrt uns, darüber hinaus zu sein.


Reise

Sonst glaubst du am Ende, nur für eine Aussicht gemacht zu sein

Und stattdessen gibt es doch noch wundervolle Landschaften, die du besuchen kannst.



Viaggiate - Gio Evan


Viaggiate che sennò poi diventate razzisti e finite per credere che la vostra pelle è l’unica ad avere ragione, che la vostra lingua è la più romantica e che siete stati i primi ad essere i primi Viaggiate che se non viaggiate poi non vi si fortificano i pensieri non vi riempite di idee vi nascono sogni con le gambe fragili e poi finite per credere alle televisioni e a quelli che inventano nemici che calzano a pennello con i vostri incubi per farvi vivere di terrore senza più saluti né grazie né prego né si figuri Viaggiate che viaggiare insegna a dare il buongiorno a tutti a prescindere da quale sole proveniamo, che viaggiare insegna a dare la buonanotte a tutti a prescindere dalle tenebre che ci portiamo dentro Viaggiate che viaggiare insegna a resistere a non dipendere ad accettare gli altri non solo per quello che sono ma anche per quello che non potranno mai essere, a conoscere di cosa siamo capaci a sentirsi parte di una famiglia oltre frontiere, oltre confini, oltre tradizioni e cultura, viaggiare insegna a essere oltre Viaggiate che sennò poi finite per credere che siete fatti solo per un panorama e invece dentro voi esistono paesaggi meravigliosi ancora da visitare.

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Wow, wer hätte das gedacht! Nach unglaublichen 3 Wochen in den USA, davon 2 Wochen praktisch während 24/7 auf der Suche nach einer Möglichkeit, unser neu gekauftes Auto zu registrieren und versichern, ist gefühlt ein Wunder geschehen!


Wir hatten vor unserer Einreise in die USA eine kurze Recherche zu diesem Thema betrieben und es für gut machbar befunden. Klar hatten wir vereinzelt gelesen dass es umständlich ist. Die Mehrheit der Blogs und Reiseberichte meinte jedoch, dass die Autohändler das flott erledigen würden und man innerhalb weniger Stunden mit dem neu gekauften Auto losdüsen könne. Falsch gedacht!


Nachdem uns Alex bei einem gemütlichen Abendessen nach unserem Plan bzgl. Autoregistrierung gefragt hat, hatten wir plötzlich die Befürchtung, es könnte schwierig werden. Wieso konnten wir, die doch sonst immer gut vorbereitet und informiert waren über unsere Möglichkeiten, ihm keine konkrete Antwort geben?

Nach einer weiteren kurzen Recherche und erneutem "Autohändler machen das für dich" und "einfach in einem anderen Staat, wenn Georgia nicht geht", schien das schon machbar zu sein.


Plötzlich kamen dann aber Bedenken bzgl. Versicherung auf, weil wir weder US-Wohnsitz noch US-Führerschein hatten. Um unsere Zweifel möglichst im Keim zu ersticken, bevor wir uns durch Internetinformationen zu fest verunsichern liessen, suchten wir den nächsten Versicherungsagenten, Alphonsus, auf. Alphonsus war dann auch sehr hilfsbereit und hat uns zugesichert, dass er uns ohne Probleme in Georgia versichern könne. Also war der nächste Schritt das tatsächliche Registrieren.


Nach einer Woche intensiver Recherche, Anrufen bei diversen Motorfahrzeugbehörden (MFB), aktuellen und ehemaligen Autohändlern sowie dem Schweizer Konsulat in Atlanta, und nach Emails an die MFBs aller 51 Staaten sowie ans amerikanische Konsulat in Bern und an Kontakte diverser Facebook-Gruppen, und am ersten Rand der Verzweiflung, stellte sich heraus, dass maximal drei von allen 51 Staaten uns unser Auto ohne US-Wohnsitz und -Führerschein registrieren liessen. Mit dabei, Vermont.


Das musste uns nicht zwei Mal gesagt werden. Nach definitver Bestätigung der Vermonter MFB per Telefon, dass dies tatsächlich möglich war, war das Formular schnell ausgefüllt, die Moneyorder-Schecks bei der Post gekauft und das Couvert abgeschickt. Zum Glück liess sich auch eine temporäre Registrierung direkt vornehmen, so dass wir nicht noch weitere 6 Wochen warten mussten bis wir legal fahren durften.


Registrierung: Check!


Nun weiter zur Versicherung. Wir haben natürlich sofort wieder Alphonsus kontaktiert, um uns über ihn bei "State Farm" zu versichern. Nach längerem Abklären musste er uns jedoch mitteilen, dass er keine Versicherung in Georgia abschliessen könne wenn das Auto in Vermont registriert sei. Also machten wir uns wieder auf die Suche nach jemandem, der uns helfen könnte und würde.

Unzählige weitere Stunden Recherche, Erfahrungsberichte lesen, entmutigende Telefongespräche und Emails später, hatten wir dann auch die Tränen aus den berühmten "blood, sweat and tears" - Blut, Schweiss und Tränen - in unserem Projekt vergossen und ich rechnete bereits damit, unseren Truck Camper wieder verkaufen und ein neues Projekt suchen zu müssen.


An diesem schicksalsreichen Tag assen wir dann auch voller Unlust mit Alex, Kendra, Kathleen (Alexs Mama) und Bill (Alexs Stiefvater) zu Abend. Das Gespräch war logischerweise schnell bei unserer aktuellen Hürde angelangt und wir mussten nach längerem gut Zugeredet kriegen einsehen, dass wir mit unserer Schweizer Schwarz-Weiss-Ansicht und unserem perfektionistisch Sein, nicht weiterkommen würden in den USA.

Also haben wir uns entschieden, uns in das Grauzonensystem Amerikas einzufügen und sind nun offiziell mit "Progressive", mit unserem internationalen Führerschein und unserer

Postfachadresse versichert. Es war nicht das erste und wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir uns an die neue Kultur gewöhnen müssen!

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